Psychotherapie als Heilbehandlung

Die nachstehende Definition beschreibt das allgemeine Verständnis von Psychotherapie in Österreich:
Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitswesen zur Behandlung psychischer, psychosozialer oder psychosomatisch bedingter Belastungen und Erkrankungen. Sie ist auf die Heilung oder Linderung seelischen Leidens ausgerichtet. Darüber hinaus bietet sie Unterstützung in Lebenskrisen, begleitet Veränderungsprozesse sowie die persönliche Entwicklung und trägt zur Förderung der psychischen Gesundheit bei.

Psychoanalytisch-psychodynamische Psychotherapie

  • Die Grundlage meiner hypnosepsychotherapeutischen Arbeit bildet die psychoanalytisch-psychodynamische Psychotherapie.
  • Psychische Beschwerden stehen häufig in Zusammenhang mit unbewussten inneren Konflikten, Beziehungserfahrungen und belastenden Lebensereignissen. Ziel der Therapie ist es, diese Zusammenhänge gemeinsam zu verstehen und zu bearbeiten.
  • Ein zentrales Element der psychoanalytisch-psychodynamischen Psychotherapie ist die therapeutische Beziehung. Sie bietet einen verlässlichen Rahmen, in dem alle Gefühle und Gedanken ihren Platz haben dürfen – auch jene, die bisher schwer auszusprechen oder einzuordnen waren.
  • Erfahrungen aus früheren Beziehungen können sich im therapeutischen Miteinander wieder zeigen. Diese werden gemeinsam wahrgenommen, verstanden und in den therapeutischen Prozess einbezogen. Dadurch können wiederkehrende Beziehungsmuster bewusst werden und neue Erfahrungen ermöglicht werden.

Hypnose in der Psychotherapie

  • Hypnose ist eine psychotherapeutische Methode, die den natürlichen Trancezustand nutzt. Trance ist ein alltäglicher Bewusstseinszustand, den jeder Mensch kennt – beispielsweise beim Tagträumen, vertieften Lesen oder in Momenten intensiver Konzentration.
  • Während einer Trance ist die Aufmerksamkeit verstärkt nach innen gerichtet. Viele Menschen erleben diesen Zustand als angenehm, wobei Bewusstsein, Wahrnehmung und die Kontrolle über das eigene Handeln jederzeit erhalten bleiben.
  • Die Trance entsteht durch die aktive Mitarbeit der Patientin bzw. des Patienten. Die Psychotherapeutin begleitet den therapeutischen Prozess und unterstützt dabei, den Trancezustand für die gemeinsame psychotherapeutische Arbeit zu nutzen.
  • Hypnose kann den Zugang zu Gefühlen, persönlichen Ressourcen und Persönlichkeitsanteilen erleichtern. Dadurch können innere Zusammenhänge bewusster wahrgenommen und in den therapeutischen Prozess einbezogen werden.
  • Je nach Anliegen und Therapieverlauf kommen unterschiedliche hypnotherapeutische Methoden zum Einsatz – beispielsweise ressourcenorientierte Trancearbeit, Hypnoanalyse oder die Vermittlung von Selbsthypnose.

Was ist der Unterschied zwischen Hypnotherapie und Hypnosepsychotherapie?


Die Begriffe Hypnotherapie und Hypnosepsychotherapie werden im Alltag häufig synonym verwendet. In Österreich bestehen jedoch Unterschiede.

Die Hypnosepsychotherapie ist eine eigenständige, wissenschaftlich anerkannte Psychotherapiemethode und darf ausschließlich von Psychotherapeut:innen ausgeübt werden.

Der Begriff Hypnotherapie bezeichnet in der Regel eine Aus- oder Weiterbildung in therapeutischer Hypnose, die von bestimmten Gesundheitsberufen – insbesondere Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen sowie Klinischen Psycholog:innen – absolviert werden kann. Je nach Grundberuf und therapeutischem Ansatz wird Hypnose unterschiedlich eingesetzt.

Da Hypnose von unterschiedlichen Anbieter:innen angeboten wird, lohnt es sich, auf die berufliche Grundqualifikation sowie auf eine fundierte Ausbildung in Hypnose zu achten.